Periskop ist ein gemeinnütziges Kollektiv, das sich für einen tiefgreifenden Wandel der herrschenden Verhältnisse und für eine solidarische und ökologische Gesellschaft einsetzt.

Wir wollen an den Wurzeln der derzeitigen Vielfachkrise (ökologischen, ökonomischen, demokratiepolitischen und sozialen Krise) ansetzen und uns nicht mit rein reformistischen Lösungen zufrieden geben. Probleme und Herausforderungen möchten wir aus einer systemischen Perspektive betrachten. Dafür gilt es, sich die derzeitige Entwicklung der Gesellschaft vor Augen zu führen, Hindernisse des Wandels zu erkennen und zu benennen – aber gleichzeitig Hebelpunkte für Veränderungen zu identifizieren und Handlungsoptionen aufzuzeigen.

Dafür wollen wir notwendiges Wissen generieren und verbreiten, in herrschende Diskurse eingreifen, Brücken schlagen zwischen Wissenschaft, sozialen Bewegungen und Entscheidungsträger*innen, die Dringlichkeit maßgeblicher Entscheidungen aufzeigen, Sackgassen benennen und keine Konflikte scheuen.

Eine solidarische und ökologische Gesellschaft bedeutet ein gutes Leben für alle. Dieses ist nur dann erreichbar, wenn es kein ‚besseres Leben für wenige’ auf Kosten anderer gibt!

Die derzeitige Vielfachkrise macht deutlich, wie notwendig maßgebliche gesellschaftliche Veränderungen sind: Klimakrise, rasanter Biodiversitätsverlust und sich verschlechternde Lebensverhältnisse, die dazu führen, dass Menschen unter großen Risiken ihre Heimat verlassen. All diese Krisen haben gemeinsame Ursachen, die mit den derzeit dominanten Antworten nicht angetastet werden. Besonders den aufsteigenden rechtspopulistischen bis rechtsextremen Kräften, welche die Probleme in autoritärer Weise durch nationalistische Abschottung, Rassismus und Sozialabbau zu lösen vorgeben, müssen attraktive und realistische Alternativen entgegengesetzt werden.

Dafür gibt es nicht die eine Patentlösung, aber vielfältige Vorschläge und Strategien, die von einer solidarischen Deglobalisierung über Dekolonialisierung bis hin zur Umverteilung und zum Abbau von Privilegien reichen.

Eine sozial-ökologische Transformation kann nur umfassend funktionieren: Sie beinhaltet sowohl den Einsatz gegen jegliche Formen von Diskriminierung (z. B. Rassismus, Sexismus) als auch eine Abkehr von Scheinlösungen und Greenwashing und kann letzten Endes nicht ohne die Überwindung des Kapitalismus erfolgreich sein.

Dazu braucht es die breite Unterstützung einer emanzipierten Zivilgesellschaft, die versucht neue Perspektiven einzunehmen, um gemeinsam und solidarisch zu leben, zu arbeiten und den sozial-ökologischen Umbau zu gestalten.

Ein Periskop ermöglicht neue Perspektiven.

Wir wollen mit unserer Arbeit neue Sichtweisen eröffnen und beschäftigen uns mit Themen wie Arbeit, Zeit, Green Economy und Scheinlösungen (Kritik an marktbasierten Umwelt- und Klima-Instrumenten, wie Emissionshandel und Offsetting), Klimagerechtigkeit, Mobilität, Kapitalismuskritik, Migration und No Borders, Agrarpolitik und Ernährungssouveränität.

2018 gegründet, bauen wir derzeit das Kollektiv ehrenamtlich auf und versuchen mittels Spenden und Förderanträgen bald mehrere Teilzeitarbeitsstellen zu finanzieren. Dazu streben wir einen Unterstützer*innenkreis für Einzelpersonen und Organisationen an. Wir freuen uns auf Austausch, Kooperation und Unterstützung bei unserem Start.

Mehr Informationen zu unserer Arbeitsweise hier