Workshop-Angebot KAUZ  (Werkstatt für Klima, Arbeit und Zukunft) 

Stand Juli 2021

Für folgende Workshops können wir gerne angefragt werden. Thematische Anpassungen sind auf Anfrage hin möglich. Zielgruppe sind interessierte Erwachsene mit und ohne Vorkenntnisse.

Workshopkonzept: Auf Kosten Anderer? Wohlstand neu denken!

Dauer: 3 Stunden
Gruppengröße: maximal 25 Teilnehmende
online und offline möglich

Kurzbeschreibung:

Im Workshop „Auf Kosten Anderer? Wohlstand neu denken!“ wollen wir die modernen, oft unsichtbaren Ausbeutungs-Strukturen beleuchten, die einen Teil des westlichen Wohlstandsmodell begründen. In der Analyse dessen soll jedoch nicht mit dem Finger auf Einzelne gezeigt werden, sondern es stehen die strukturellen Ursachen und Dilemmata von Ungleichheit und Ausbeutung im Vordergrund. Dazu arbeiten wir im Workshop mit dem Konzept der Imperialen Lebensweise (Wissen/Brand, 2017). Dieses liefert zudem einen Erklärungsansatz für folgende, zunächst widersprüchlich erscheinende Beobachtung: Obwohl es steigendes Wissen über Klimakrise und soziale Missstände gibt, verschärfen sich diese. Es drängen sich also die Fragen auf: Wie kann das sein? Warum ändert sich nur so wenig? Und wie kann dieses Dilemma überwunden werden?

In diesem interaktiven Workshop gehen wir diesen Fragen anhand von praktischen Beispielen und Übungen nach, bevor wir im zweiten Teil dazu einladen, Wohlstand neu zu denken und damit einen Schritt in Richtung einer solidarischen Lebensweise zu gehen. Der Workshop besteht aus einem Mix aus audiovisuellem Input, Diskussion, Reflexion und Gruppenübungen. Der Workshop ist für eine breite Zielgruppe gedacht und möchte insbesondere eine systemkritische Perspektive auf soziale und ökologische Fragestellungen anbieten und Mut zum Handeln machen.

 

Stadtplan mal anders: Eine interaktive Kartierung moderner Ausbeutung und solidarischer Alternativen

Dauer: 3 Stunden
Gruppengröße: 6-14 Teilnehmende
nur offline möglich

Unser tägliches Leben findet in einem System statt, das die Imperiale Lebensweise (Wissen/Brand, 2017) vorantreibt und stabilisiert. Nicht zuletzt deshalb ist es als Einzelpersonen nahezu unmöglich, nicht auf Kosten anderer zu leben. Das Konzept der Imperialen Lebensweise rückt demnach Strukturen anstelle von individuellem Verhalten in den Vordergrund. In diesem Workshop bedienen wir uns der Methode „kollektiven, kritischen Kartierens“, um diese Strukturen in unserem unmittelbaren Umfeld sichtbar zu machen: Welche Strukturen zwingen uns - auch gegen unseren Willen – ausbeuterisch zu handeln? Und wie kann eine Umgebung aussehen, die eine solidarische Lebensweise unterstützt?

Die gemeinschaftliche Anfertigung von Umgebungskarten ist eine Möglichkeit, um konkrete Beobachtungen und Alltagserfahrungen zusammen zu tragen und in ihren Zusammenhängen zu diskutieren. Verschiedenen sozialen Bewegungen auf der ganzen Welt nutzen diese Methode, um Entwürfe einer solidarischen Welt zu entwickeln und zu kommunizieren. Im Workshop werden konkrete Beispiele „kollektiver, kritischer Kartierungen“ vorgestellt, bevor wir in einem interaktiven Teil selbst eine Kartierung durchführen.

 

Von Pflegenotstand und Klimakrise: Eine Sorge-Perspektive auf Wirtschaft und Gesellschaft

Dauer: 3 Stunden
Gruppengröße: maximal 25 Teilnehmende
online und offline möglich

Was haben Pflegenotstand und die ökologische Krise miteinander zu tun? Warum erleben wir Ausbeutung so oft gerade in jenen Bereichen, die unsere Lebensgrundlage sicherstellen? Und was würden Kinder in einer Gesellschaft lernen, die Fürsorge in ihr Zentrum stellt?

Eigentlich ist Füreinander-Sorgen (Care) der Kern von jeglicher Wirtschaft. Doch so naheliegend das klingt, so anders laufen die Dinge im Moment: Damit die Wirtschaft weiter wächst, werden vor allem Frauen*, Migrant*innen und die ökologische Lebensgrundlagen ausgebeutet.

Der Workshop richtet sich an Menschen, die in ihrem täglichen Leben mit den Folgen dieser Care-Krise konfrontiert sind und sich Veränderung wünschen: einem ausbeuterischen Pflegesystem, kollabierenden Ökosystemen oder dem fehlenden Raum für (Selbst-) Regeneration. Im interaktiven Workshop ergründen wir die gemeinsamen Wurzeln der Erfahrung eines Sorge-Engpasses, sobald es um den Erhalt unserer Lebensgrundlagen geht. Darauf aufbauend eröffnen wir den Raum, um eine Gesellschaft zu visionieren, die Fürsorge in ihr Zentrum stellt.


Allgemeines Workshop - Angebot Periskop

Außerdem hat Periskop weitere Vorträgen und interaktiven Workshops für Jugendliche oder Erwachsene zu folgenden Themen. Das emanzipatorische Bildungsprogramm soll die Teilnehmenden dazu anregen, sich eigene Meinungen zu bilden und soll zum Handeln motivieren.

Bei Interesse können gerne Anfragen gestellt werden an

Arbeit in den Grenzen des Wachstums

Was ist Arbeit nochmal, und wie viel brauchen und wollen wir davon? Ein Workshop zur Rolle von Arbeit bei einem sozial-ökologischen Wandel.

Die imperiale Lebensweise
Die Politikwissenschaftler Ulrich Brand und Markus Wissen prägten den Begriff der "imperialen Lebensweise": ein Lebensstil und eine Wirtschaft, die auf dem scheinbar unbegrenzten Zugriff auf billigste Arbeitskraft und Natur beruht und immer schlimmere Krisen verursacht. Wie kommen wir zu einer solidarischen Lebensweise?  

Klimagerechtigkeit
Wie entsteht eigentlich Klimawandel? Wer verursacht ihn, wer trägt die Konsequenzen? Und was lässt sich dagegen machen?

Am Boden bleiben
Flugverkehr ist der schnellste Weg in die Klimakrise - und eine beliebte Reiseform. Wie wäre ein Wandel hin zu verantwortungsvollem Reisen möglich?